Frühstück gibt’s von 7:45 (wo wir erst aufstehen) bis 9:15. Nach der Hälfte der Zeit sind die meisten schon fertig. Um 9 Uhr sitzen wir alleine da.
Es wird eingeteilt nach dem, was man in der zweiten Hälfte
des Tages vor hat. Unser Puschkin-Ausflug ist restlos ausgebucht. Wir kriegen
ein Lunchpaket.
Für die Eremitage wird unser voller Bus nochmals in 2
Gruppen eingeteilt, wir werden mit Technik versorgt, die in der Eremitage erst
geht, als sie direkt in das Gerät rein spricht, ab da kann die Gruppe auch was
hören.
Die Alexandersäule ist nicht verankert, sie steht nur durch
ihr Gewicht. Und ist noch nicht umgefallen, was die Menschen am Anfang
befürchteten.
Um 10:30 sind wir in der Eremitage, diesmal durch den
Eingang vom Platz her, sehen viele andere Kunstwerke als letztes Mal.
14 Uhr ist Katharinenpalast Eintritt reserviert, um 16 Uhr
soll Rückfahrt sein. Hm...
12:30 draußen, genau für diese 3 Minuten gabs einen fetten
Regenschauer. Dann saßen wir im Bus. Und nichts passierte. Und jeder plünderte
sein Lunchpaket. Belegtes Brötchen, Joghurt, Birne, Kekse, Muffin, Wasser,
Saft.
Und kurz nach 1 setzt sich der Bus mal in Bewegung (wir
sollten um 13:45 am Katha-Palast sein?), fuhren um 2 Ecken und plötzlich sagte
die Reiseleiterin: Der verlorene Sohn ist aufgetaucht. Der Bus drehte um, wir
fuhren zurück, sammelten den Verlorenen ein und fuhren um 13:15 ein zweites Mal
los.
Diese 45 Min. fehlen uns bei der Besichtigung. 45 Min. mal
50 Leute = 2250 Min = 37,5 Std. verlorene Besichtigungszeit.... und das merkten
wir auch später. Die Fahrt nach
Puschkin dauerte mehr als eine Stunde.
Larissa, unsere Führerin, hat ein Wahnsinns-Wissen. Sie
gefiel mir von allen Guides am besten. Während der Fahrt gab es Unmengen an
Infos über die Stadt.
Um 14:45 kamen wir am Eingang des Katharinenpalastes rein. Alle Räume hatten geöffnet,
das ist nur im Winter so, wenn weniger Besucher kommen. Wenn im Sommer viele da
sind, werden einige Räume geschlossen, damit man die Leute schneller
durchschleust.
Man musste am Eingang Überschuhe anziehen. Dann ging es im
Laufschritt durch, wie gesagt: weniger Zeit zur Verfügung, aber alle Räume zu
besichtigen. Jeder hat gestöhnt, so
schnell konnte man gar nicht gucken.
Schlange am Klo, wir sind hinten raus, haben alleine eine
Extra-Runde im Park gedreht, haben dann die Gruppe 1 gefunden (nicht unsere)
und uns bei ihnen angehängt, draußen fanden alle zusammen, abgezählt, es fehlte
tatsächlich niemand! Und wir gingen zusammen zum Bus zurück.
Um 4 ging es über die Autobahn trotz Stau schnell, und wir
waren kurz nach 5 Uhr fast pünktlich am Schiff. Vermutlich endet da die
Arbeitszeit und die Bezahlung....
18:30 Rettungsübung: Station steht in der Schranktür, mit
Rettungsweste raus und anziehen. Kabinenfee war dafür zuständig und unsere
Stationsleiterin. Als es klingelte war natürlich schon jeder fertig bereit, es
war ja bekannt, jeder ging schnell nach oben und die Gruppen sammelten sich auf
dem Pooldeck. Unsere Gruppe war irgendwie unkoordiniert, nicht klar, wer alles
dazu gehört, im Gegensatz zu den anderen ordentlich aufgestellten Gruppen. Der
Kapitän war dann ganz stolz: das Schiff soll in 5 Min geräumt sein, wir hätten
4:59 min gebraucht.... ja,ja, im Ernstfall steht nicht jeder fertig vor der
Kabine, sondern liegt im Schlafanzug im Bett, da würde es doch etwas länger
dauern....
Später in der Bar hörte ich jemand sagen, er versteht das
nicht, was das ganze soll.... Manche lernen auch aus einer Concordia nichts!
Hätte ihm gerne erzählt, dass Peter mich gefragt hat, wie wir auf die
(verrückte (hat er nicht gesagt)) Idee kommen, im September zu fahren, wo es
auf den Seen heftige Stürme mit 5 m hohen Wellen geben kann. Habs lieber
gelassen. Aber der Zweifler hätte im Notfall Glück, er wohnt auch hier oben.
19 Uhr Abfahrt. Sonne scheint. Kurz vor der Brücke liegen
die anderen Schiffe am gegenüberliegenden Ufer (was ich auf google schon
entdeckt hatte). Drei Viking Schiffe auf einmal, und noch welche drumherum.
Nach der Brücke schnell kämmen und umziehen, dann kamen wir
noch die letzten 2 Minuten zum Kapitänsempfang oben. Sie waren fast fertig und
wir bekamen keinen Sekt mehr (frische Luft war wichtiger). Obwohl wir getrödelt
haben, waren wir fast die ersten beim Essen zwei Treppen tiefer.
Heute gabs Lachs. Seit gestern muss man sich am Tag vorher
ein Hauptgericht auswählen.
Es ist schön angerichtet, schmeckt gut, geht etwas
zack-zack. Heute waren wieder zwei Geburtstage, inzwischen wird mit Akkordeon
gesungen, weil der Musiker da ist. Es ist ziemlich warm und ziemlich laut im
Speisesaal.
Als wir raus sind, kam grade eine Eisenbahnbrücke.
Später
vorne in der Bar bemerkten wir im Dunkeln eine Autobahnbrücke. Die Viktoria
fährt schön vor uns her.
Als wir Schlüsselburg erreichten, am Eingang zum Ladogasee,
wurde das mächtige Bauwerk stückweise von der Brücke her angestrahlt. Es war ja
schon stockdunkel. Einige standen auch draußen um zu gucken, aber das war uns
zu frisch. Wir waren 15 min zu früh, weshalb ein paar Leute zu spät kamen.
Draußen ist es schön ruhig und es riecht so schön nach
Wasser. Es ist schon kühler. Wieso ist der Himmel an einigen Stellen hell, obwohl
dort keine Stadt ist? Der Mond ist woanders. St. Petersburg sieht man noch in
der anderen Richtung als helle Aura.
Dann rief das Bett.
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